Chemie rockt... - Archiv Saison 2010-2011
Das gibt's hier zu sehen...

Fussball-Topliste

 

25.04.11   Chemie Leipzig - L*k Leipzig   2:0   DERBYSIEGER 

"It's Derbytime" - so motivierte sich ein Spieler unserer grün-weißen Helden schon Tage im Voraus und machte damit deutlich, wie sehr er die chemische Gefühlswelt verinnerlicht. Nach 13 sieglosen Spielen in der Liga und dazu dem verlorenen Pokalspiel hat man die Kurve genau im richtigen Moment bekommen und das 83. Stadtderby für sich entschieden.

Zunächst sah es jedoch überhaupt nicht danach aus, da die Gäste aus dem verbotenen Stadtteil von Anfang an Druck entfachten und uns ein ums andere Mal einen Schrecken einjagte. Zu unserem Glück erkannte man eben bei den Blau-Gelben die eigene Schwäche wieder: Es fehlt einfach am erfolgreichen Abschluss. Und da unsere Stärke eben auch nicht das Toreschießen ist, bedient man sich eben der Mithilfe der anderen.
Ein epochaler Urschrei (das letzte Mal erlebt beim 2:1-Siegtreffer gegen die Bullen aus Markranstädt zum vergangenen Saisonende) durchfuhr den B-Sektor, als Norman Lee Gandaa sich in der 17. Minute nach schönem Pass durch Shubi auf der linken Seite gegen den Verteidiger und auch Torhüter Evers durchsetzen konnte und dem verdutzten Knoof den Ball voll in den Lauf spielt, damit dieser volley einnetzen kann. Welch ein geiler emotionaler Moment, da sind den etwa 3500 Chemikern zentnerschwere Gesteinsblöcke von den Herzen gefallen.
Von da an verlief das Spiel etwas ausgeglichener, wenngleich die Loksche mehr Ballbesitz ihr eigen nennen durfte (na und, wenn ich FIFA spiele, habe ich auch nur 38 % Ballbesitz und gewinne  ). Fairerweise muss man sagen, dass es gegen Mario Scholze, der sich in den letzten Spielen ungemein steigern konnte, einen nicht ganz unberechtigten Handelfmeter hätte geben können. So aber ging man mit einer Führung in die Halbzeit, welche jedoch keinen Grund zur Beruhigung bot.

Die zweite Hälfte konnte besser nicht beginnen: Sven Seitz erkämpft sich gegen den ehemaligen Leutzscher Brodkorb das Leder und läuft im Gleichschritt mit Daniel Heinze auf's Tor zu, um sehr überlegt seinem Laufpartner dass 2:0 aufzulegen - die chemische Fangemeinde natürlich vollkommen am Toben, sollte hier wirklich der Befreiungsschlag gelingen?!
Um vorweg zu nehmen, was jeder weiß: es gelang! Die Lokisten kamen nie dazu, noch einmal ein ordentliches Offensivspiel aufzuziehen, unsere Leutzscher Equipe setzte immer wieder kleine Nadelstiche, welche aber ihr Ziel nicht mehr erreichten. Dennoch war es ein rundum gelungener Tag, denn man durfte endlich wieder einen Derbysieg bejubeln und erstaunt feststellen, dass diese Partie ein Spiegelbild zum Hinspiel darstellte.
So war es dann auch fast egal, wie die Tore fielen oder was in den letzten 13 Spielen abging... Ein Derbysieg wirkt da Wunder.
Und trotzdem sollte man nicht die Augen davor verschließen, dass wir noch einige wichtige Schritte zu gehen haben, um zumindest aller Abstiegssorgen ledig zu werden.  Für den Rest müssen wir als Fans sehen, was wir für Möglichkeiten haben, um den Verein zu unterstützen. Ein zahlreiches Erscheinen beim nächsten Heimspiel im AKS wäre ein Anfang dafür, ich habe gerade vor dem Spiel viele junge Leute gesehen, die Chemie ja scheinbar doch irgendwie "cool" finden. Wenn nur die Hälfte wiederkommt, haben wir mal wieder 1500 Leute im Stadion bei einem normalen Heimspiel. Lasst Chemie nicht im Stich, wir sind auf jeden Fan angewiesen.

Sorry für den etwas kurz geratenen Bericht, mir fällt nur noch das ein: DERBYSIEGER , DERBYSIEGER , DERBYSIEGER !!! Es tut einfach so gut
Freitag alle nach Dresden, dort müssen die nächsten Punkte geholt werden...

Chemie rockt... Chris



17.04.11   Chemie Leipzig - FC Magdeburg II   4:4
 
Tja, nun sitze ich vor meinem Rechner, überlege, was ich zu diesem äußerst denkwürdigen Spiel sagen soll und weiß immer noch nicht, ob ich mich über den Punktgewinn freuen oder ärgern soll.
Fakt ist, dass heute definitiv wesentlich mehr drin gewesen wäre, andererseits hätte man das Spiel auch noch verlieren können…
Aber der Reihe nach, im Vorfeld des Spiels wurde ja von einem Endspiel für Trainer Dirk Heyne gesprochen, es gab auch Aussagen des Vorstandes, die selbiges vermuten lassen. Man durfte also gespannt sein, wie die Mannschaft darauf reagiert. Vor dem Spiel gab’s eine interessante Personalie: ein gewisser Norman Lee Gandaa durfte seit gefühlten zwei Jahren mal wieder ein Spiel von Beginn an bestreiten und ersetzte den zuletzt glücklosen und auch kraftlos wirkenden Sven Seitz. Dass sich diese Aufstellung gelohnt hat, zeigte sich bereits in der ersten Minute: Kvicha Shubitidze schickte eben genannten Gandaa geschickt steil, dieser setzte geschickt und fair seinen Körper ein und schloss dann überlegt zum 1:0 ab. Ein äußerst verheißungsvoller Auftakt, schließlich ging es gegen den Tabellenletzten, der zuvor noch kein Auswärtsspiel gewonnen hatte. So ging es zunächst auch weiter, unsere Mannen kombinierten gut und spielten sich Chancen heraus, allein sie wurden mal wieder nicht genutzt. Die größte hatte Daniel Heinze mit einem schönen Volleyschuss, der Keeper der Gäste konnte aber parieren und im direkten Gegenzug folgte der Ausgleich durch einen schönen Pass von der Seite, der nur noch eingeschoben werden musste. Erwartete man nun einen Bruch im Spiel, so kam dieser glücklicherweise nicht, denn Daniel Heinze probierte es knapp 10 Minuten später nochmal mit einem Schuss aufs Tor, der diesmal auch den Weg in selbiges Fand. In unseren Reihen wurde dies scherzhafterweise gleich als Torfestival gefeiert, zwei Tore hat man in letzter Zeit auf unserer Seite dann doch eher selten gesehen. J
Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann aber das 2:2, die Situation war identisch mit der vor dem 1:1: auf rechts ist einer frei durch, Felix Weiß (der aufgrund seines veränderten Haarschnitts vom MDR gleich mal für Christian Schmedje gehalten wurde, aber das ist eine andere Geschichte), zögert eine Sekunde beim Rauslaufen, die fehlt ihm dann und nach dem Pass in die Mitte muss der Angreifer wieder nur einschieben. Besonders ärgerlich ist, dass unsere Mannschaft in dieser Situation in absoluter Überzahl war (5 gegen 2) und auch gut zum Ball stand, sich dann jedoch in Person von Christopher Kuckelt wieder überrumpeln ließ. So ging es mit dem 2:2 in die Pause. In selbiger wurde der Satz geprägt: „wir sind jetzt weiter überlegen und die schießen dann mit ihrem ersten Konter das 3:2.“. Und so kam es dann leider auch: während auf unserer Seite wieder mal ziemlich viele Chancen liegengelassen worden bzw. es wieder stellenweise recht hilflos aussah, zeigten die Gäste zum dritten Mal, wie man kontert, und zum dritten Mal auf eine identische Art und Weise, diesmal konnte der Stürmer noch alleine auf Felix Schmedje zulaufen und dann verwandeln. Dann ging es Schlag auf Schlag: erst konnte Kevin Kittler den Ball nicht im Tor unterbringen, danach marschierte der mittlerweile eingewechselte Sven Seitz durch die Abwehr, vergaß aber, dass er auch mit dem rechten Fuß schießen kann, dann gelang das Tor aber Mario Scholze, der eine sehr gute Partie machte: eine Ecke von Daniel Heinze (für mich bester Mann auf dem Platz, nur kann er es alleine auch nicht richten) war er völlig frei im Strafraum und konnte einköpfen, das hatte er auch auf identische Art und Weise letztes Jahr beim 3:2 beim VfL Halle geschafft. Unsere Mannen nun weiter mit dem absoluten Willen zum Sieg, aber man lief wieder in einen Konter, diesmal über links, der dann schlussendlich sehr nach Handball oder Rugby aussah: immer weiter auf die andere Seite verschieben, bis einer frei ist, der dann verwandelt. Wer nun dachte, das letzte Wort sei gesprochen, der irrte: eine Flanke von rechts verlängerte Köcki und Daniel Heinze konnte zum erneuten Ausgleich einschießen. Doch damit nicht genug, kurz danach eine Flanke von Shubi von links, Rene Ledwoch nahm den Ball schön volley, konnte ihn aber nicht richtig platzieren, zudem hielt der Keeper auch recht vernünftig. Nach der folgenden Ecke wurde dann mitten im Angriff abgepfiffen, warum das so war, weiß wohl nur der Schiri, aber vielleicht wäre ein 5:4 dann tatsächlich zu viel des Guten gewesen, wenngleich es natürlich hochverdient wäre, von den Chancen muss man hier 5:2 gewinnen.
So also nach dem Abpfiff allgemeine Ratlosigkeit, wie dieser Punktgewinn (oder –verlust) einzuordnen sei, im Endeffekt muss man froh sein, dass die Mannschaft eine solche Willensstärke besitzt, das doch nochmal grade zu biegen, aber man hat sich die vier Gegentore auch selbst zuzuschreiben. Bei den Spielern konnte so also auch keine rechte Zufriedenheit aufkommen, auch das verständlich.
In den nächsten Tagen wird man sehen, ob es tatsächlich ein Endspiel für den Trainer war oder ob es da noch ein weiteres gibt, aber laut Vorstand zählte ja nur ein Sieg… In jedem Fall werden die nächsten drei Spiele gegen direkte Konkurrenten (wer hätte das vor der Saison gedacht?) die entscheidenden der Saison, da sollte nicht verloren werden. Mit einer solchen Willens- und auch Offensivstärke sollte es eigentlich kein Problem sein, ich sehe das Problem derzeit in der Defensive. Wichtigstes Spiel sollte hier das Derby sein, ich denke, da muss man niemanden motivieren, sowohl von Spieler als auch von Fanseite und dann werden wohl auch mehr als die heutigen 852 Fans unsere Mannschaft anfeuern.
In diesem Sinne: kommt alle zum Derby und votet fleißig weiter auf vereinsretter.de J
 
Chemie rockt….
 
Marsl


10.04.11   VfB Auerbach - Chemie Leipzig   2:1

Seit langem gibt es auch mal wieder einen Bericht von unserer Seite. Sorry, aber die Situation ist im Moment so beschissen, dass man einfach nicht mehr weiß, was man noch schreiben soll und die Ergebnisse vom Wochenende eigentlich so schnell wie möglich vergessen will. Dennoch war die Leistung am vergangenen Mittwoch gegen RB soweit in Ordnung. Schade, dass durch eine Fehlentscheidung das Spiel vorzeitig entschieden wurde.

Das Auswärtsspiel in Auerbach war das Spiel, zu dem man am zeitigsten aufstehen musste. Das lag nicht nur am Fahrtweg (nach Gotha ist es noch ein Stück weiter), sondern auch an der Anstoßzeit. Das Spiel begann im "wunderschönen Vogtland" bereits 13:00 Uhr. Leider waren wir diesmal aus diversen Gründen nur eine kleine Reisegruppe, so dass wir gegen 10:45 Uhr nur zu dritt (Madeleine, Christian und ich) den Weg auf uns nahmen. In Chemnitz sammelten wir noch Marcell ein und am Stadion trafen wir Ray, so dass wir dann doch fünf unter 540 Zuschauern waren.

Kurz vor um Eins erreichten wir das VfB-Stadion un sahen gleich zu Beginn des Spiels eine gute Offensive unserer Mannschaft, die bereits nach 5 Minuten in Führung ging. René Ledwoch wurde im Strafraum gefoult und unser Mannschaftskapitän Kevin Kittler verwandelte den fälligen Strafstoß. Würde er genau so viel Präzision und Sicherheit während des gesamten Spiels zeigen, hätten wir auch in anderen Partien nicht so leicht Gegentore kassiert. Danach drängten die Gastgeber auf den Ausgleich und wir konnten nur durch ein paar Entlastungsangriffe ab und zu Luft holen. Felix Weiß war es zu verdanken, dass wir mit der seltenen Erfahrung einer Führung in die Halbzeit gingen.
Nach dem Halbzeittee standen wir weiter unter Dauerbeschuss, wodurch die Auerbacher folglich verdient den Ausgleich erzielten. Bei einem langen Einwurf in den Strafraum konnte Marcel Schuch den Ball verlängern und ließ Felix dabei keine Chance. Auch nach dem Ausgleich ein unverändertes Bild. Die Vogtländer wollten unbedingt den Sieg. Leider konnte man der drückenden Überlegenheit nur bis zur 75. Minute standhalten. Nach einer Ecke war es abermals Schuch, der am langen Pfosten nur noch einschieben musste.
Unsere Leutzscher kamen dann nur noch selten zu Torchancen, Sven Seitz vergab dabei die größten, als er einmal knapp über's Tor zog und das andere Mal kurz vorm Strafraum zu Fall gebracht wurde, der Pfiff des Schiris (Thorsten Jauch, leistete sich sonst keine Fehler) jedoch ausblieb. Die Führung und somit das Endergebnis waren demzufolge haushoch verdient.

So machten wir uns erneut mit hängenden Köpfen auf den HEimweg. Die nächsten Spiele werden wohl wegweisend, aber auch sehr hart sein: Zunächst am Soontag (17.04.) zu Hause gegen Magdeburg II, dann am 20.04. in Halle, am 25.04. Derby gegen Lok und am 29.04. in Dresden gegen Borea. Das sind alles Mannschaften, die hinter uns stehen. Also kommt alle zu den Spielen, um unser Team zu unterstützen. Wir müssen den Spielern zeigen, dass wir sie unterstützen und die schwere Situation gemeinsam überstehen. Wollen wir hoffen, dass wir nach diesen vier wichten "6-Punkte-Spielen" den Abstiegskampf hinter uns gelassen haben.

In diesem Sinne: MARMOR, STEIN UND EISEN BRICHT, ABER UNS'RE TREUE NICHT...

Jule

Kleine Anmerkung noch von mir: Den einzigen erfreulichen Moment nach dem Spiel gab es , als Madeleine mit ihren Adleraugen Jules verloren geglaubten Schal in Rodewisch an einem Zaun an der Hauptstraße hängen sah  So ein Mehl muss man erstmal haben... Chris


13.03.11   FC Rot-Weiß Erfurt II - Chemie Leipzig   1:1

Zum dritten Mal hintereinander nicht verloren, seit sieben Spielen aber auch nicht mehr gewonnen. Es verhält sich wie mit dem zur Hälfte gefüllten Glas, welches je nach Sichtweise halbvoll oder halbleer ist.

Da wir das Ganze jedoch positiv sehen, sollte man mit einem Auswärtspunkt bei einer heimstarken Erfurter Reserve zufrieden sein. Insgesamt gesehen, geht das Remis auch in Ordnung. Leider verpasste man es mal wieder, eine Überzahl konsequent auszunutzen und fing sich sogar den Rückstand ein. Die in der ersten Hälfte überlegener agierenden Hausherren netzten nach einer Ecke zum 1:0 ein, wobei der ehemalige Leutzscher Sebastian Hauck sich per Kopf in die Torschützenliste eintragen durfte. Die angesprochene Überzahl entstand schon in der 15. Minute, als Walter die zweite Gelbe sah und folgerichtig duschen durfte - ob er das nach dem kurzen Arbeitstag überhaupt musste :)
In der Folge kamen die Leutzscher etwas besser ins Spiel und zu eigenen Chancen, wobei diese erst in der 41. Minute belohnt wurden: bei Daniel Heinze scheint ein Knoten geplatzt zu sein, nach dem Tor in der Vorwoche war er es erneut, der das Leder mit etwas Glück und Zutun der gegnerischen Abwehr und des rechten Pfostens hinter die Linie bulgsierte. Der Ausgleich bis dahin nicht ganz unverdient, in der Entstehung dennoch glücklich. Egal, Tor ist Tor.

In der Hoffnung, dass sich ein Mann mehr endlich auch mal in Zahlen ausdrückt, startete man in die zweite Halbzeit. Auf jeden Fall war nun endlich ein etwas druckvolleres Spiel zu erkennen, woraus auch einige Chancen resultierten. Doch weder Sven Werner, Sven Seitz oder Enrico Köckeritz, welcher noch am knappsten auf der Linie scheiterte, vermochten die etwa 70 mitgereisten Chemiker zu erfreuen. Stattdessen gab es DEN Aufreger des Spiels vom sonst recht zurückhaltenden Schiri: Dieser wertete ein Kopfballduell zwischen René Ledwoch und einem Erfurter Gegenspieler als grobes Foulspiel (so Ledwoch selber nach dem Spiel) und zückte vollkommen überzogen glatt Rot. Eine gelbe Karte hätte ausgereicht, wenn man das Duell schon als unfair ansieht. Die Arme waren angelegt und es gab keine Attacke auf den Mann - eine absolut unverständliche Entscheidung des Mannes in "Schwarz".
Nach dieser Aktion gab es dann einen Bruch im Spiel der Leutzscher. Auch die Thüringer konnten dem Spiel keine neuen Impulse verleihen, so dass man sich die Punkte gleichmäßig teilte.

Da absolut lächerlich, soll der Polizeieinsatz nicht ganz unerwähnt bleiben. Schon die wenigen Zugfahrer mussten sich einer Personalienüberprüfung unterziehen, da es angeblich Randale während der Anreise gegeben hätte - bei 14 Fans wohlgemerkt! Nach der roten Karte gab es einige wutentbrannte Tritte gegen den Zaun, welche scheinbar einen weiteren Grund darstellten, zwei Leute ins Verhör zu nehmen.

Auch noch erwähnenswert war das Catering der Hausherren: Dieses bestand aus einem Laufburschen, welcher im Gästeblock Bestellungen entgegen nahm und dann mit dem Tablett zwischen Gäste- und Heimblock hin- und herjonglierte. Eine Massenbestellung war hierbei eindeutig von Vorteil.
Ansonsten gab es keine weiteren Vorkommnisse, was leider auch für die Stimmung während des gesamten Spiels galt. Weder auf Heim- noch auf unserer Seite gab es Bestrebungen, die Mannschaften akustisch zu unterstützen.


Chemie rockt... Chris

Nebenbei sei euch die Aktion auf www.vereinsretter.de ans Herz gelegt. Geht auf Voting und sucht dort nach "Sachsen Leipzig". Man kann einmal am Tag und je IP-Adresse abstimmen. Findige Voter haben vielleicht die Möglichkeit, nach jedem Vote ihre IP zu ändern :) Also lasst euch nicht lumpen und stimmt für unseren Verein ab...

06.03.11   Chemie Leipzig - FC  Carl Zeiss Jena II   1:1

Sicher habt ihr euch schon gewundert, warum es seit dem Derby keine Berichte mehr von usn gibt. Dies hatte verschiedene Gründe:  Zum einen die deprimierenden Erlebnisse unserer Mannschaft (man wusste ja gar nicht, was man noch positives schreiben soll), dann Urlaub und generelle Zeitprobleme. Um so mehr könnt ihr euch heute über den Bericht eines doch sehenswerten Spiels gegen Jena freuen

Die Zuschauerzahl war bei super Wetter und strahlendem Sonnenschein wieder sehr ernüchternd. Sollen denn wirklich nur noch ca. 800 Leute den Weg nach Leutzsch finden?  Die schlechte Leistung trägt scheinbar doch erheblich dazu bei. Wie viele Zuschauereinnahmen durch den vor der Tür stehenden RB-Kooperationsvertrag ausbleiben, möchte ich nicht beurteilen. Aber meiner Meinung nach können das nicht die 400 sein, die im Vergleich zu den anderen Spielen fehlen. Noch kurz ein paar Worte zu diesem Vertrag, der die Fanszene so sehr spaltet:  Die klaren Worte des Vorstands vom letzten Mittwoch lassen keinen Zweifel mehr daran, dass es auch nur eine kleine Möglichkeit, dass dieser Vertrag nicht unterschrieben wird. Er wird kommen und im Moment kann niemand was daran ändern, man wird sehen ob und was er uns bringt. Abwarten, ruhig bleiben und weiterhin den Verein unterstützen, dem man die Treue geschworen hat, auch wenn dieser Dosenverein sicherlich der letzte ist, mit dem man kooperieren will. Und denkt daran:  "Chemie ist das, was du daraus machst".

Nun aber genug Aufmerksamkeit den Bullen geschenkt. Das heutige Spiel, vor allem die erste Hälfte, hat gezeigt, dass unsere Mannschaft noch lebt. Wie groß war doch die Freude, endlich mal wieder einen Führungstreffer unserer Grün-Weißen zu sehen - und das bereits nach 3 Minuten. Durch einen Fehler der Jenaer Abwehr stand Daniel Heinze überraschend alleine vorm Hüter der Gäste und konnte den überlegt (!)  an ihm vorbeischieben. Danach sah man richtig guten Fußball in Leutzsch. Die Mannschaft wirkte spritzig, kombinationsstark und angriffslustig, zahlreiche Torchancen folgten. Die größte vergab Sven Seitz in der 10. Minute, als er im Strafraum umgelegt wurde und der Schiri zwangsläufig auf den Elfmeterpunkt zeigte. Der Gefoulte trat selber an und schoss, ohne den Keeper eines Blickes zu würdigen, diesem den Ball mitten in die Arme. Da fehlte es an Präzision und dem nötigen Bumms. Danach war unsere Mannschaft weiter am Drücker, doch entweder stand der Pfosten im Weg (Köckeritz per Kopf) oder die Jenaer hatten einen Fuß dazwischen. Jena fand nur ganz schwer ins Spiel. So pfiff der Schriri auch relativv pünktlich ab und die Chemiker wurden mit Applaus in die Halbzeit verabschiedet.


Leider kam Jena besser aus der Pause und machte mehr Druck. Aber klare Torchancen konnten sie sich nicht herausspielen. Mitte der zweiten Halbzeit kam Norman Lee Ganda seit langer Zeit zu einem Einsatz, Sven Seitz ging für ihn raus. In der 73.Minute konnte unsere Abwehr den Ball nicht richtig rausschießen, ehe sich ein Jenaer den Ball nahm und ins rechte untere Ecke schob. Aufgrund der zweiten Halbzeit durchaus verdient. Es folgten weitere Wechsel bei uns. Ondrej Barvinek kam für Khvicha Shubititze und Mario Scholze für René Ledwoch.  Auch Christian Reimann hat seinen Stammplatz in der Oberliga gefunden. Begleitet durch viele Pfiffe endete auch für ihn das Spiel vorzeitig durch eine Auswechslung. Er zeigte aber generell eine sehr schlechte Leistung, vielleicht schlägt sein Herz noch ein bisschen grün-weiß ! Das unsere Leutzscher keine Elfmeter schießen können, wissen wir nun seit geraumer Zeit, aber wie schlecht diese geschossen werden, zeigte der zweite Elfmeter, diesmal durch Handspiel. Erst will keiner schießen, dann nimmst sich Fabian  Schößlerden Ball und schießt den auch noch flach in die Mitte, so dass der Hüter abermals den Elfer halten konnte. Um es mit Felix Weiß´Worten zu sagen: "Das versteht kein Mensch." Das Spiel ging dementsprechend leider nur 1:1 aus. Hatten wir doch die drei Punkte aufgrund der klareren Torchancen auf jeden Fall verdient.


Nun gehts am Sonntag zur nächsten Reservemannschaft nach Erfurt, vielleicht klappt es dort mit 3Punkten.


Chemie rockt...

Jule





06.02.2011   L*k Leipzig - Chemie Leipzig   2:0


Nach dem verdauten Schock vom Wochenende und Arbeitsstress soll es nun auch einen Bericht von uns geben. Ich will zumindest versuchen, das doch sehr emotionslose Spiel in ein paar Worte zu fassen.

Hatten wir uns doch seit über einem halben Jahr auf den Derbysieg gefreut und so lange wie dies gedauert hatte, so schnell war der Traum auch wie eine Seifenblase geplatzt, leider. Wir trafen uns bereits halb 12 am Stadion, zu Hause hätten wir es bestimmt nicht länger ausgehalten. Unser Fanclub war an diesem Tag zahlreich vertreten, es fehlten nur die Ältesten, die aus verschiedenen Gründen leider nicht da sein konnten. Am Eingang gab's bereits die erste Überraschung. Herr K. aus P. hatte an die Security's am Einlass weitergegeben, dass nur angemeldete Zaunsfahnen mit ins Stadion genommen werden dürfen. Dies waren 2 Stück an der Zahl. So sollten wir unsere Fahne am Eingang hinterlassen und ohne diese den Weg hinauf zum Stadion bestreiten. Nach einigen Telefonaten und Gesprächen ließ man uns dennoch nach einer Viertelstunde hinein, mit Fahne. Die genauen Gründen, warum sich auf einmal das Blatt gewendet hatte, konnte man uns auch nicht erklären. So ging's mit zügigem Schritt zum Block, wo man die Fahne in der Mitte aufhing. Dann galt es die Stunde Wartezeit bis zu Spielbeginn zu überbrücken. Langsam nahm die Nervosität immer mehr zu. Hatte man dieses Spiel doch so herbei gesehnt.

Das Spiel begann pünktlich 13Uhr und beide Blöcke hinter dem Tor waren gut gefüllt. Bereits in der 5.Spielminute gab's den Genickbruch für unsere Mannschaft. Nach einem Freistoß von Thorsten Girke, konnte Felix Weiß den Ball nicht richtig festhalten und dieser kullerte ins Tor. Schade, dass solche Fehler, genau in diesem wichtigen Spiel passieren müssen. Danach drückte Lok auf das 2:0 und sie waren damit auch näher dran, als wir an dem Ausgleich. Unsere Mannschaft wirkte unsicher, spielte extrem viele Fehlpässe und verlor fast jeden Zweikampf. Dennoch gab's den ersten Hoffnungsschimmer in der 17.Spielminute als Sven Seitz bereits den Hüter Jan Evers umspielt hatte und dann aber von mehreren Abwehrspielern am Schuss ins leere Tor gehindert wurde. Wäre zu diesem Zeitpunkt das 1:1 gefallen, hätte alles ganz anders laufen können. Aber darüber zu fluchen bringt nun auch nichts mehr. Ab der 30.Minute hatte man das Gefühl, dass unsere Grün-Weißen versuchten das Spiel an sich zu reißen. Wenige Sekunden vor der Halbzeit hatten wir noch eine Riesenchance. Daniel Heinze zieht einen Freistoß auf den langen Pfosten, der an der gesamten Abwehr und am Hüter vorbei geht, zwei Spieler von uns bekommen nicht mehr rechtzeitig das Bein dazwischen, um ihn ins Tor zu lenken. So ging der Ball zwei Meter am Tor vorbei. Danach folgte der Halbzeitpfiff.

Aber nun galt es wenigstens noch mal mit Schwung aus der Kabine zu kommen und einfach zu zeigen, wer die Nummer l in Leipzig ist und wer mehr Kampfgeist hat. Aufgrund der zweiten Halbzeit möchte ich allerdings diese beiden Argumente auf keinen Fall nach Probstheida geben, aber dennoch muss man ehrlich anerkennen, dass der Sieg an diesem Tag vollkommen verdient war. Lok drängte nach der Halbzeit weiter auf das 2:0, welchen bereits in der 56. Minute gelang. Erneut konnte nach einem Freistoß und Gewusel im Strafraum Rene Heusel (oh Gott, ausgerechnet der) am schnellsten reagieren und aus Nahdistanz den Ball ins Tor schießen. 2:0, das Aus! An dieser Stelle möchte ich noch anmerken, dass das Verhalten der Lokspieler sehr respektabel war. Der besagte "Fußballgott" wendete sich nach seinem Torerfolg sofort von unserem Block ab und freute sich vor dem Sektor C und auch sonst gab es keine Provokationen gegen die grün-weiße Fanszene. Aber genug gelobt, das sind trotzdem alles Arschlöcher bei einem Scheißverein. Dennoch waren noch über 30Minuten zu spielen, aber bei unseren Leutzschern hatte man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass wir noch ein Tor erzielen könnten. Auch die Einwechslungen von Kevin Kittler (lt. Stadionsprecher Kitzler), Florian Felke und Fabian Schößler brachten keine Impulse mehr. Unsere „Wiederkehrer" Mario Scholze und Ondrej Barvinek waren ebenfalls ein Totalausfall, sowie auch Robert Adler und Kvicha Shubititze. Einzige Bemühungen waren bei Matthias von der Weth und Sven Seitz zu sehen. Die anderen Spieler wirkten unsicher und ließen nach dem Rückstand die Köpfe hängen. So plätscherte das Spiel vor sich hin und wurde dann ohne großartige Nachspielzeit abgepfiffen. Lok feierte ein wenig(!) nach dem Abpfiff und präsentierte seine Derbysieger T-Shirts, die wahrscheinlich seit Jahren im Schrank liegen.

Sowohl die erste, als auch die zweite Halbzeit war von beiden Seiten stimmungstechnisch ganz schlecht. Unsere Stimmung war bestimmt dem Spielverlauf schuldend, aber was Lok abzog war sehr schlecht. Wie ein Derbysieger sah dort keiner aus. Der Stadionsprecher war ebenfalls das Letzte und generell hatte man nicht das Gefühl, dass es um was Wichtiges ging.

Alles in allem ist für mich persönlich das Fazit zu diesem Spiel: Lok musste gewinnen, um die Abstiegsplätze zu verlassen und bei uns war es nicht weiter schlimm, wenn wir verlieren, sind wir doch im gesicherten Mittelfeld. Genau dies spiegelte auch die Spielweise von beiden Mannschaften wieder. Einer der wohl emotionslosesten Leipziger Stadtderby's, schade eigentlich.

Schauen wir aber dennoch positiv in die Zukunft, gibt es doch bald das Rückspiel, bei dem wir erstens zeigen können, wie man ein solches Spiel zu einem Heimspiel macht und zweitens zeigt, wer definitiv die Nummer l in Leipzig ist! Nur noch Chemie...!

Chemie rockt... Jule

14.11.10   Chemie Leipzig - FSV Wacker Gotha   2:1
1.165 Zuschauer besuchten an diesem Tag bei wunderbaren und vor allem sonnigen Wetter den Alfred-Kunze-Sportpark.  Sicherlich war an diesem Tag der Eintritt für dieses Spiel berechtigt, hätte man doch am liebsten nach dem letzten Heimauftritt diesen zurückgefordert. Das hatte mit Fußball nichts zu tun. Dagegen sah man heute ordentliche Kombinationen und spielerisches Vermögen. Besondern Sven Seitz möchte ich von der Berichterstattung hervorheben. Was dieser junge Mann in den letzten beiden Spielen gezeigt hat, ist wirklich erstaunlich. Man hat endlich das Gefühl, dass das einer mit „Bumms“ im Fuß ist und er wirkt sehr dynamisch und das Wichtigste: torgefährlich!
Die Partie ging zunächst sehr schleppend voran. Bis auf einen Schuss aus naher Distanz von Matthias von der Weth und kleineren Möglichkeiten gab´s nicht viel zu sehen. Dementsprechend folgte die Bestrafung durch einen eklatanten Abwehrfehler. Ein Gothaer kann flanken und trifft dabei den völlig im Strafraum freistehenden Stürmer, der bloß noch einköpfen muss. Da kamen schon wieder die ersten Gedanken an das letzte Heimspiel auf. Die sollten aber ganz schnell verschwinden. Denn bereits im nächsten Angriff unserer Leutzscher nahm sich Khvicha beherzt den Ball und knallte ihn aus 20 Metern ins obere linke Eck zum Ausgleich rein. Nicht ohne Grund ist dieses Ding zum Tor der Woche nominiert. Also alle abstimmen, damit wir nach Benny Schmidt einen weiteren Gewinner in unseren Reihen haben. Bis zur Halbzeit gab es dann noch ein, zwei kleine Chancen, aber leider nichts Zwingendes.
Zur zweiten Halbzeit wurde Maximilian Heyse für den eher schwachen René Ledwoch eingewechselt. Dieser stand nur wenige Minuten auf dem Platz, als er sich schwer verletzte und sofort wieder ausgewechselt werden musste. Mal sehen was die weiteren Untersuchungen ergeben, in jedem Fall gute Besserung. Für ihn kam Fabian Schößler ins Spiel. Auch dieser in der zweiten Halbzeit sehr aufällig, wirbelte er doch auf der linken Seite sehr gut und brachte die ein oder andere gute Flanke in den Strafraum. Die gesamte Mannschaft kam sehr frisch aus der Pause und machte sofort Druck. Man sah, dass sie den Führungstreffer mit aller Gewalt wollten. Nach einem Schuss von Seitz und zwei geklärten Kopfbällen auf der Linie von Köcki und Kittler, war der Ball in der 68.Minute endlich drin. Nach einer Ecke konnte Sven Seitz die Tumulte im Strafraum am besten nutzen und knallte das Ding aus Nahdistanz ins Tor. Nach diesem Führungstreffer spielten unsere Grün-Weißen das Spiel runter und fielen z.b. noch durch einen Distanzschuss von Daniel Heinze auf. Auch dieser zeigte eine gute Leistung, mittlerweile hat er sich sein erstes Saisontor verdient. Die Einwechslung von Daniel Teichmann sollte den Sieg noch etwas absichern. Gotha kam zu keiner sehenswerten Chance mehr und so gewannen wir das Spiel hochverdient 2:1!
Mit diesen zwei Siegen im Rücken, kann RB nun endlich kommen. Wird diesen Spiel doch schon heiß erwartet. Ich bin der Meinung, dass wir uns einfach überraschen lassen sollten. Die Nummer 1 in Leipzig sind und bleiben doch schließlich WIR! Hoffen wir abschließend auf ein volles Stadion und super Stimmung.

P.S. Ich habe bereits von einem 1:0-Sieg geträumt, vielleicht ist dies ja ein gutes Omen.
 
Chemie rockt…
Jule


07.11.10   FSV Zwickau - Chemie Leipzig   0:2


Nach zwei großen spielerischen Enttäuschungen in den Vorwochen, gab es endlich mal wieder was zu bejubeln für die chemische Fangemeinde. In Westsachsen holte man mit viel Leidenschaft die volle Punktzahl, nachdem das Spiel ein ums andere Mal am seidenen Faden hing.

Nachdem viele kleine Reisegruppen den Weg auf die Halde gefunden hatten, durfte man erstmal den vorangeschrittenen Umbau "bewundern". Der Zugang zum Gästeblock wurde nun auf eine ganz andere Seite gelegt, der Weg dahin ist aber trotzdem noch ein Spießrutenlauf.
Wie weit die Arbeiten insgesamt sind, kann man schlecht einschätzen, das einzig wirklich "fertige" schien eben der Zugang zum verlegten Gästeblock sein. Als Gast befindet man sich im Moment direkt auf Höhe der Mittellinie, quasi auf einer Art Gegentribüne. Diese besteht aber immer noch aus Stahlrohren
Mal sehen, was hier noch gezaubert wird - trotz des eigenwilligen Charmes hat mir persönlich die Halde noch nie gefallen.

Knapp 980 Zuschauer waren Zeugen dieses Kräftemessens, trotz des wirklich beschissenen Wetters eine erbärmliche Zahl, wenn man sich mal vor Augen führt, dass es sich eigentlich mal um einen der wenigen Kracher dieser Liga handelte. Es bleibt die Hoffnung auf bessere Zeiten - wohl auf beiden Seiten. Grün-weiße waren übrigens etwa 200 ihrer Mannschaft gefolgt.
Red Kaos brachte zu Beginn ein Spruchband "Und dieser Jubel geht auf's Haus" und dazu ein wenig Konfetti. Der Zusammenhang erschließt sich mir nicht, dazu kenne ich die Hintergünde nicht. Im weiteren Spielverlauf wurde solide angefeuert, aber Bäume wurden nicht ausgerissen. Ehrlicherweise liegt der Gästeblock aber auch bescheiden, so dass man eine ordentlich Bewertung gar nicht geben kann.

Spielerisch lief es gleich in die richtige Richtung, als sich Sven Seitz ein Herz fasste und aus etwa 25 Metern trocken mit dem linken Fuß abzog und das Leder unhaltbar im linken oberen Winkel einschlug. Großer Jubel natürlich unter den Mitgereisten, Ruhe brachte das Tor aber leider nicht. Die Spielhälfte unserer Helden stand unter Dauerbelagerung, Felix Weiß behielt aber in einigen brenzligen Momenten die Nerven und hielt die wackelige Führung fest.
In der zweiten Hälfte dann das alte Bild: Zwickau drückt und hätte sich den Ausgleich schon längst verdient gehabt. Das Glück war heut aber mal wieder mit uns im Bunde: eine gelb-rote Karte für Jan Schöbe, 2 vereitelte Großchancen des starken Torschützen und ein verschossener Elfer durch Benny Schmidt (schön an den rechten Pfosten gesetzt ) konnten uns nicht zurückwerfen. Ein letzter, überlegen gespielter Konter kurz vor dem Schlusspfiff wurde durch den Ex-Zwickauer Khvicha Shubitidze erfolgreich zu Ende gespielt. Aus Respekt vernachlässigte dieser den Torjubel, brachte aber den Gastanhang in Wallung.

Die Mannschaft hat sich am eigenen Schopf aus der Misere der letzten beiden Spiele gezogen und sich selbst für ein kampfstarkes Spiel belohnt. Die Situation in der Liga lässt viel Raum zum Träumen, auch gerade was das anstehende Pokalspiel anbelangt. Vorher sollten aber die Hausaufgaben gemacht werden und Wacker Gotha ohne Punkte unseren AKS verlassen.

In diesem Sinne: Arsch hoch für Chemie

Chris


24.10.10   1. FC Magdeburg II - Chemie Leipzig   2:1

Wenn ein Satz hundertprozentig das Spielgeschehen beschreibt, dann war das heute: "Vom Winde verweht". Doch ein Klassiker wie der gleichnamige Film war das Spiel leider nicht.

So viel gibt es allgemein zum Auftritt unserer Helden in der anhaltinischen  Landeshauptstadt gar nicht zu schreiben. Die erste Hälfte war gar nicht mal so schlecht und relativ ausgeglichen. Einem zugegeben sehr schönem Eigentor durch Sven Werner (wenn man den als Stürmer so rein mach, wird es das Tor der Woche ;)) folgte fünf Minuten vor der Halbzeit der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich vom Elfmeterpunkt durch unseren Kapitän Kevin Kittler. Leider konnten sich die etwa 160 mitgereisten Chemiker nicht lange über den Treffer freuen, da die Gastgeber quasi mit dem Pfiff zum Pausentee ebenfalls asu 11 Metern den Führungstreffer markierten.

Die zweiten 45. Minuten waren dann in allen Hinsichten ein Krampf. Das Spiel kam auf der Seite der Grün-Weißen überhaupt nicht mehr ins Rollen, so dass es den frierenden Fans nicht vergönnt war, durch das Spiel ein wenig erwärmt zu werden. Leider konnte man nicht an die kämpferische Leistung aus dem Heimspiel gegen Auerbach anknüpfen, die Wirkung ist somit fast schon wieder verpufft...
Nichtsdestotrotz heißt es nun, den Blick wieder auf das nächste Spiel zu richten und gegen Borea die tolle Heimserie auszubauen. Desweiteren steht uns ja in naher Zukunft noch ein Knaller ins Haus, wenn der Sieg gegen RB aus dem letzten Spiel der vergangenen Saison mit einem weiteren Erfolgserlebnis untermauert werden soll...

Sorry Leute, dass ich nicht so viele Worte finde, irgendwie gab es nicht viel schreibenswertes

Chris

17.10.10   Chemie Leipzig – Vfb Auerbach   1:0

 


Erst einmal tief durchatmen und sich über das Erreichte freuen.  Hach war das ein schöner Tag in Leutzsch bei strahlendem Sonnenschein. Nach dem Spiel sah man in hoffnungsvolle und vor allem mal wieder zufriedene Gesichter und leise hörte man den einen oder anderen Grün-Weißen singen „Jaja Chemie steigt wieder auf“. Genug der Träumerei, schauen wir mal auf das Spielgeschehen zurück.

Vor dem Spiel gabs für mich eine kleine Überraschung in der Aufstellung. Zum ersten Mal in dieser Saison stand Benny Schmidt nicht in der Startelf. Für ihn fand René Ledwoch seinen Platz im Mittelfeld. Außerdem spielte im Sturm der zurückgekehrte Matthias von der Weth und an seiner Seite Maximilian Heyse. Letzterer  machte an diesem Tag eines seiner besten Spiele im grün-weißen Trikot. Desweiteren rutschte Jan Schöbe für den verletzten Christopher Kuckelt in den Kader. Auch dieser machte in Punkto Offensive eine sehr gute Partie, auch wenn er das ein oder andere Mal hinten fehlte.  Die ersten Minuten des Spieles verliefen zufriedenstellend. Manch gute Kombination kam heraus und auch den Weg zum Tor fand man. Leider fehlte zu diesem Zeitpunkt noch die Präzission. Ab der 20.Minute kam Auerbach besser ins Spiel. Unsere Abwehr stand aber soweit gut und konnte die halben Chancen von Auerbach im Keim ersticken  Die erste richtig dicke Chance gab es auf unserer Seite in der 30.Minute von dem bereits erwähnten Maximilian Heyse. Dieser konnte nach einer Flanke von Jan Schöbe freistehend aufs Tor köpfen, traf dabei leider nur die Latte. Den Aufreger in der ersten Halbzeit gab´s in der 45.Minute. Daniel Heinze stieß bei einem Kopfball mit einem Vogtländer im Strafraum zusammen. Dieser fiel dabei unglücklich und bekam dafür auch noch einen total ungerechtfertigten Elfmeter, Frechheit. Aber unser „man of the match“ Felix Weiß konnte den gut geschossenen Elfer hervorragend halten. Und so ging es mit Applaus der 1.465 Zuschauer in die Kabine, auch den gab´s lange nicht mehr.

Kaum die Plätze in der zweiten Halbzeit wieder eingenommen, gab´s in der 50.Minute gleich den nächsten Aufreger und Elfmeter. Diesmal verschuldete Felix Weiß aber den Elfer selber und hielt ihn mindestens genauso gut, wie den Ersten. Dieser Mann war weltklasse. Dann plätscherte das Spiel so vor sich hin. Bei uns war der erste Wechsel zu verzeichnen (Sven Seitz kam für René Ledwoch) und unsere Mannen versuchten weiter nach vorne zu spielen, was noch nicht so gut klappen wollte. In der 60.Minute zeigte Sven Seitz ein schönes Solo. Sein Ball flog nur 1m am langen Pfosten vorbei. In der 78. Minute dann der zweite Wechsel bei uns. Ja dann kam er, der im Mittelfeld vermisste Benny Schmidt. Er sollte doch endlich die Fans und die Mannschaft erlösen und den entscheidenden Pass oder Schuss im Spiel setzen. Genau diese Wunschvorstellung wurde wahr. Schon mit seinem ersten(!) Ballkontakt traf er per Kopf mitten ins Leutzscher Herz und die Zuschauer auf den Rängen jubelten und fielen sich in die Arme, welch schöner Moment. Aus 14Metern ein richtig gut getroffener Kopfball, oben ins Dreiangel, unhaltbar. Die letzten zwölf Minuten waren dann nur noch banges Zittern und Hoffen. Alle Fans trieben die Mannschaft durch Singen und Klatschen an und wollten unbedingt die drei Punkte in Leutzsch behalten. Auch diese Zeit überstand die Mannschaft mehr oder minder gut, aber am Ende stand das 1:0 auf der Anzeigetafel. Hatte man doch endlich gegen einen „großen“ Gegner wie Auerbach zuhause gewonnen. Damit bleibt die gute Serie aufrecht erhalten, dass man zu Hause diese Saison noch nicht verloren hat.

 

 

Dennoch denke ich, dass man noch lange nicht soweit ist, um an einen Aufstieg zu denken. (Wobei ich glaube mal gelesen zu haben, dass ein Verein in der Insolvenz sowieso kein Aufstiegsrecht beantragen kann. Aber diese rechtlichen Dinge stehen auf einem anderen Blatt. Ich denke unser Insolvenzverwalter wird das Beste für unseren Verein machen) Natürlich können wir mit unseren zwei Nachholepartien Tabellenführer sein, aber soweit ist es erstes noch nicht und zweitens werden wir sicherlich nicht immer so viel Glück haben wie an diesem Tag. Obwohl man ja bekanntlich sagt, dass wenn man oben steht, man das Glück hat Ich bin schon zufrieden, wenn wir die nächsten Spiele gegen MD und Borea gewinnen. Desweiteren wünsche ich mir, dass wir mal wieder an der Zweitausend-Marke kratzen. Hat doch dieses Spiel gezeigt, dass die Fans die Mannschaft unterstützt und ganz wichtig, dass wir vor allem nicht tot sind, sondern dass CHEMIE LEBT und immer leben wird. Also ziehen wir alle an einem Strang und bringen so viele Leute wie möglich mit, denn nur so können wir unserem geliebten Verein am Meisten helfen und vielleicht stehen wir dann am Ende doch ganz obenJ


In diesem Sinne Chemie rockt…

Jule


 




03.10.10   Chemie Leipzig - Chemnitzer FC II   2:1

Um das Spiel zusammenzufassen, genügt eigentlich ein Zitat, welches an diesem Tage oft zu hören war, stellvertretend sei hier der Torschütze zum 1:1 und Vorbereiter des 2:1, Maximilian Heyse, genannt: „Ein Scheißspiel. Hauptsache, gewonnen...".
Aber wie heißt es so schön: wer erfolgreich sein will, muss ab und an mal dreckige Siege dabeihaben und diese auch erzwingen, das gelang unserer Mannschaft an diesem Sonntag dementsprechend sehr gut, wir sind auf dem besten Weg, ein echtes Spitzenteam zu werden…

Nun ja, vorerst mal genug des Wunschdenkens und rein in die Chronologie der Ereignisse:
Nachdem unter der Woche ein langjähriger Fan plötzlich verstorben war, gab es in der Fanszene die Übereinkunft, diesmal außer Trauerbekundungen keine Fahnen im Stadion aufzuhängen, was auch recht gut klappte. Zudem wurde vor dem Spiel nach einer bewegenden Ansprache von unserem Stadionsprecher Axel Felsmann eine Schweigeminute abgehalten, auch die Mannschaft spielte mit Trauerflor – um hier Axel mal zu zitieren: „in solchen Momenten sehen wir, dass es wichtigeres gibt als Fußball“. Auch von unserer Seite möchten wir den Angehörigen und Freunden Mike Neutschmanns unser Beileid aussprechen.
Nun aber hinein ins Spiel: zunächst hatte man irgendwie das Gefühl, dass die Mannschaft(en) noch ein wenig länger in der Schweigeminute verharren würden bzw. unsere Mannschaft sich noch nicht wieder im Wettkampf sah (das Spiel in Halle war die Woche zuvor ja abgesagt worden), das Spiel äußerst lethargisch mit sehr vielen Fehlern auf beiden Seiten – es sah nach einer Fortsetzung der schwachen Spiele in Jena und gegen Erfurt aus. Im Mittelfeld wurde in der Zentrale Benjamin Schmidt, der diesmal außen spielte, Daniel Heinze rückte dafür neben Max Heyse für die aus unterschiedlichen Gründen fehlenden Ondrej Barvinek und Matthias von der Weth in den Sturm, schmerzlich vermisst. Rene Ledwoch und Kevin Kittler versuchten zwar, das Spiel nach vorne zu organisieren, ihnen fehlte aber der Zug nach vorn, den Benni Schmidt durchaus besitzt. So klaffte häufig ein großes Loch im Mittelfeld und die Stürmer hingen förmlich in der Luft, auch über die außen kam viel zu wenig. Ergebnis ist dann eben eine äußerst ereignisarme erste Halbzeit, da von Chemnitz auch außer einer Chance nichts kam. Bei uns ebenfalls nur zweimal Gefahr durch einen Schuss von Daniel Heinze und einen Freistoß von Christopher Kuckelt.

Die zweite Hälfte begann zunächst ähnlich, ein Fußballspiel konnte man das zu dieser Zeit nicht nennen. Dann gab’s auf der linken Seite einen Freistoß für die Chemnitzer, die im Übrigen anders als viele andere zweite Mannschaften fast ohne Spieler aus der „Ersten“ spielten – soll hier auch mal positiv erwähnt sein; dieser segelte in den Strafraum, Felix Weiß verschätzte sich beim Rauslaufen und der Ball segelte in die lange Ecke – 0:1. Danach wirkte unsere Mannschaft geschockt, Chemnitz mit zwei Riesenchancen: erst sind 3 Chemnitzer gegen 2 Verteidiger frei vorm Tor, je nach Sichtweise klärte Sven Werner aber auf der Linie bzw. machte der Ball irgendwelche andere Sachen, die niemand erklären kann, dann schoss ein Himmelblauer aus fünf Metern freistehend am Tor vorbei – es blieb beim 0:1.
Dirk Heyne reagierte nun auch und brachte den im Sommer gekommenen Sven Seitz, und dieser schien die Initialzündung für die Mannschaft zu sein, denn nun besannen sich auch unsere Helden auf die Tatsache, dass es ja ein Fußballspiel sein sollte und zu diesem meist zwei mitspielende Mannschaften gehören. Als eben jener Seitz auf der linken Seite durchmarschierte und der Chemnitzer Hüter den nicht wirklich harten und/oder platzierten Ball nur zur Seite abwehren kann, musste Max Heyse nur den Fuß hinhalten und schon stand es 1:1 – ein echtes Geschenk des gegnerischen Schlussmanns. Nun brannte die Mannschaft auf die Führung und auch die Fans wurden plötzlich wieder wach. Logische Konsequenz war dann das 2:1, bei dem sich wiederum Seitz durchsetzte, nach innen flankte, Heyse verlängerte und unser Routinier Kvicha Shubititze den Ball aus abseitsverdächtiger Position ins Tor schaufelte.
Was folgte, waren Jubel und noch 6 Minuten, die es zu überstehen galt, dies gelang dann auch und es konnte nach zwei sieg- und torlosen Spielen endlich wieder gejubelt werden. Dennoch bleibt die Erkenntnis, dass dieser Sieg wirklich sehr dreckig und vor allem auch glücklich war, 15 starke Minuten reichen nicht gegen jeden Gegner. Ebenso waren aus der linken Hälfte des unteren Norddamms stellenweise schon wieder arg grenzwertige Gesänge zu hören, ich hoffe mal, dass das kein Wink mit dem Zaunspfahl für folgende Spiele ist…
So fiel die Freude über den Sieg bei unserer Gruppe, die sogar so gut wie vollzählig war, geteilt aus: wirklich überzeugt hat die Mannschaft leider wiederum nicht, aber wenn man solche Spiele gewinnt, dann könnte diese Saison noch sehr erfolgreich werden. Aber wir wollen nicht gleich abheben – in zwei Wochen geht’s gegen Auerbach, dort werden wir sehen, wo wir wirklich stehen, leider ist ja jetzt erstmal wieder zwei Wochen Pause, hoffentlich kommt die Mannschaft rechtzeitig zum Spiel wieder aus selbiger heraus.
In diesem Sinne – in zwei Wochen wird wieder zahlreiches Erscheinen gefragt sein.
 
Chemie rockt…!
 
Marsl


15.09.10   Carl Zeiss Jena II - Chemie Leipzig   3:0

So erfolgreich auch der Zwischenstopp mit dem 3:0 bei Blau-Weiß war, umso deprimierender war der Auftritt an den Kernbergen. Wir wurden wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und uns wurde bewiesen, dass wir nicht gegen alle Reservemannschaften gewinnen können.

Bereits bei der Ankunft in Jena wurde man enttäuscht, mussten wir doch tatsächlich auf diesem scheiß Nebenplatz spielen. Waren wir doch froh, dass Schott letztes Jahr abgestiegen ist und wir uns das nicht nochmal antun müssen. Nix war´s! Also Auto abgestellt und Richtung "Stadion" gelaufen. Nachdem wir dort unsere Fahnen aufgehangen hatten, machten wir gleich Erfahrungen mit dem Pöbel von Jena. Hatte sich doch tatsächlich einer dieser Handlampen unsere Fahne bespuckt und fühlte sich dabei richtig groß, Jena eben...

Zu Spielbeginn fanden sich circa 200 mitgereiste Leutzscher ein und sahen in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel, bei dem es auf beiden Seiten gute Torchancen gab. Die Heimmannschaft verstärkte sich mit 6 Akteuren aus der ersten Mannschaft und genau einer von diesen war der beste Mann an diesem Tag. Thorsten Ziegner machte gleich zwei Dinger. Aber erstmal zum ersten Tor in der 40.Minute. Ein schöner Freistoß aus gut 30Meter flog mitten ins Dreiangel und damit meiner Meinung nach nur schwer haltbar für Daniel Richter. Obwohl es aus Gästeblocksicht äußerst unglücklich aussah.  Wir schieben es mal auf den beschissenen Platz Mit diesem 1:0-Rückstand gings in die Pause. Generell wurden die Chancen bei unseren Helden wieder einmal viel zu selten genutzt, leider...

Unsere Jungs kamen entschlossen aus der Kabine mit der Hoffnung, so schnell wie möglich den Ausgleichstreffer zu erzielen. Diese Euphorie verpuffte bereits nach 5Minuten. Wieder ein Freistoß durch Ziegner, der im ersten Anlauf noch die Mauer anschoss und im zweiten Versuch die Hoffnung auf drei Punkte oder zumindest einen bei uns in Luft auflöste. Ich denke, dass unsere Grün-Weißen wohl zu zeitig mit dieser Aktion abgeschlossen hatten. Nichts desto Trotz machten wir dann richtig Druck auf das gegnerische Tor. Der in der Halbzeit für Fabian Schößler eingewechselte Ondrej Barvinek fiel dabei auf, als er gleich zweimal im Abseits stand, wobei ein Kopfball sogar ein Tor gewesen wäre. Ganz schlecht aus unserer Sicht zu beurteilen.
Den Abschluss setzte das 3:0 durch Jena aus spitzem Winkel. Shubi hatte dann wenige Minuten später noch die Chance zum Anschlusstreffer, als er viel zu zart den Ball ins leere Tor einschieben möchte und ein Jenenser auf der Linie klärt. Trotzdem fiel die Niederlage am Ende mit einem Treffer zu hoch aus. Nach Spielende kamen wieder die bereits oben erwähnten Kinder von Jena und bespuckten diesemal die Fans, fragt man sich wie solche Leute erzogen wurden. Sowas ist unterste Schublade.

Bleibt mir abschließend nur noch zu sagen, Spiel abhaken und aufs nächste Spiel gegen Erfurt konzentrieren und dabei an die zweite Halbzeit von Aue und an die erste Halbzeit gegen Dynamo anknüpfen.

Chemie rockt...
Jule



05.09.10   Chemie Leipzig - SG Dynamo Dresden II   2:1

1.Halbzeit top - 2.Halbzeit flop: Ich denke so lässt sich das Spiel ganz gut beschreiben. Bei schönstem Fußballwetter fanden an diesem Tag 1.500 Zuschauer den Weg nach Leipzig-Leutzsch. Viele vermuteten, dass mal wieder an der 2.000er Marke gekratzt wird, aber leider wirkte dies nur optisch so, schade eigentlich.

Unsere Mannschaft startete ähnlich wie gegen Luckenwalde ganz stark und war ab der ersten Minute top fit. Bereits nach 4 Minuten die erste große Möglichkeit durch Matthias von der Weth. Daniel Heinze hatte super abgelegt, aber der Ball sprang vom rechten Dreiangel wieder hinaus, mitten in die Hände des Dresdner Hüters. Zwei Minuten später sollte das Engagement aber belohnt werden. Nach einer Ecke von Fabian Schößler stand Christopher Kuckelt goldrichtig und köpfte zur 1:0 Führung ein, welch gelungener Start. Danach spielten sich unsere Jungs noch die ein oder andere Chance heraus, doch Dynamo war jetzt eher am Drücker. Der für den verletzten Felix Weiß eingesetzte Daniel Richter hielt glänzend und konnte die herausgespielten Möglichkeiten von Schwarz-Gelb sehr gut unterbinden. Gerade im richtigen Augenblick folgte das 2:0 durch Matthias von der Weth. Ein super herausgespielter Treffer unserer gesamten Mannschaft. Solch einen Spielzug sieht man sehr gerne und auch hoffentlich noch ganz oft in nächster Zeit. Damit war Dynamo erstmal leicht geschockt und es ging mit einer verdienten Führung in die Halbzeitpause.

Zur zweiten Halbzeit leider ein ähnliches Bild wie Mitte der ersten Halbzeit. Dynamo machte Druck und wollte unbedingt den Anschlusstreffer erzielen. Unsere Mannschaft ließ sich etwas davon beeindrucken und konnte kaum noch für Entlastung sorgen. Die Konter, die sich ergaben, wurden kläglich vergeben bzw. die Pässe kamen kaum noch an. In der 72. Minute dann folglich auch der verdiente Treffer durch Dynamo. Nach einer scharf hereingebrachten Flanke von Soltau (ist ja auch kein Unbekannter in Leutzsch) brauchte Kreher nur noch das Bein hinhalten und drin war der Ball. Daniel Richter war bei diesem Tor chancenlos. Danach wurde unser Edeljoker Barvinek eingewechselt. Er sollte ähnlich wie in Aue für die Entscheidung sorgen. Leider versagte nicht nur er, sondern auch Daniel Heinze alleinstehend vorm Tor. Dynamo drängte bis zur letzten Minute auf den Ausgleich. Doch die Abwehr um Köcki, Werner, Felke und Kuckelt stand abermals sehr gut.

Die negative Aktion der ca. 50 Gästefans in der ersten Halbzeit möchte ich nicht weiter kommentieren - die kommen eben aus Dresden, die wissen es nicht besser !!!!

Dennoch waren nicht alle Gesichter nach der zweiten Halbzeit fröhlich gestimmt, aber man muss auch mal dreckig gewinnen und schließlich müssen wir auch mal das Glück auf unserer Seite haben. Da gab es in den letzten Jahren so viele Zeiten, wo wir weit mehr Pech hatten. Also Hauptsache drei Punkte und auf zur nächsten zweiten Mannschaft an die Kernberge, mit einem Zwischenstopp zum Pokalhit in Leipzig-Kleinzschocher

Jule

29.08.10   FC  Erzgebirge Aue II - Chemie Leipzig   0:1


Dík, Ondrej Barvinek - Gratulujeme!

Nach 2 erfolglosen Versuchen aus der letzten Saison reichte es nun zu einem Sieg gegen den Nachwuchs des erfolgreichen Zweitligaaufsteigers aus dem beschaulichen Aue. Und dieser war auf Grund der kämpferisch und spielerisch starken zweiten Hälfte auch verdient.

Der Sonntag begann für acht unerschrockene Gestalten mit recht unterschiedlichen Restpromillewerten im Körper, so dass für einige der Zeitpunkt zum Treff viel zu früh auf den Tag fiel Kurz nach elf machte man sich dann, unterstützt durch Edel-Fan Sebbe und Premiere-Auswärtsfahrer Sebastian, mit zwei Autos auf den kurzweiligen Weg Richtung Erzgebirge. Unterwegs kam uns dann der  Mannschaftsbus von Aue entgegen, so dass diverse Vermutungen über einen Tausch des Heimspielrechts die Runde machten. Wenige Meter vor Borna noch die Tanke angefahren und jeder durfte sich aus der Sport-Bild mit einem Sticker seines Lieblingsclubs aus der Bundesliga beschmücken. Sebbe wählte übrigens den Traditionsclub Hoffenheim, in Maxo's Vehikel buhlten unter anderem Schalke und Dortmund um die Gunst der Stunde...

Kurz vor Beierfeld bemerkten wir ein Werbeschild für "Gerbers Bierstübl" und wunderten uns, ob Robert eine neue Berufung gefunden hat  ;) Das "Stadion" fanden wir dann kurz nach um Eins ohne größere Probleme und bemerkten abermals, wie unpraktisch der Gästeblock eigentlich ist. Schlimmer ist nur die Bushaltestelle in Sondershausen. Die Fahne konnte trotzdem einigermaßen ordentlich angebracht werden, so dass man sich dem Speisen- und Getränkeangebot widmen konnte - faire  Preise luden zum Test, welchen die Bratwurst aber nicht bestand...

Dirk Heyne ließ die gleiche Startelf ran, die zu Hause gegen Luckenwalde zu Beginn ein Offensivspektakel abfackelte, um dann gegen Ende der 90 Minuten stark nachzulassen. Diesmal ging man das ganze nicht ganz so forsch an und streckte erstmal die Fühler aus, um zu sehen, wie sehr die Gastgeber Druck ausüben. Da von eben diesen Hausherren aber relativ wenige Aktionen ausgingen, verlagerten sich unsere Helden ebenso auf ein Mittelfeldgeplänkel der langweiligeren Art, kurze Ausreißer waren die sichere Klärung ans eigene Lattengebälk durch Fabian Schößler und einige halbe Chancen auf beiden Seiten, die aber nichts Zählbares einbrachten...

Pünktlich zum Pausenpfiff gab es die ungewollte und nicht benötigte Abkühlung von oben, als ein unschöner Schauer alles unter Wasser setzte. Nun wurden die Hoffnungen auf ein rassiges Spiel laut und sollten auch belohnt werden. Die Grün-Weißen setzten die Veilchen nun permanent unter Druck und erspielten einige schöne  Angriffsszenen, von denen Daniel Heinze und Matthias "Van der Vaart" die zwei besten schon fast fahrlässig vergaben und Köcki nach einem Standard nur den Pfosten traf. Dennoch war natürlich nicht zu übersehen, dass Chemie das Geschehen nun bestimmte und sich selber belohnen wollte - die wenigen Entlastungsangriffe der Lila-Weißen wurden sauber geklärt und waren zu diesem Zeitpunkt nur noch Beiwerk.
15 Minuten vor Schluss bemerkte auch Dirk Heyne, dass ein weiterer Offensivspieler nicht schaden kann und brachte den noch nicht hunderprozentig fitten Ondrej Barvinek. Ein echtes Ass, was unser Coach da aus dem Ärmel zauberte. Wurde der erste Treffer des langen Tschechen noch wegen einer angeblichen Abseitsstellung (aus unserer Sicht verdächtig aber nicht eindeutig aufzulösen) noch weggepfiffen, durften sich die etwa 200 mitgereisten Leutzscher dann in der 87. Minute doch endlich noch freuen, als genau dieser Barvinek einen herrlich getreten Eckball durch Shubi aus etwa 10  Metern zum verdienten und überfälligen Führungstor einnetzte...
Die drei verbliebenen Minuten wurden dann ohne große Aufregung überstanden und der erste Saisonsieg war perfekt.

Somit wurde auch der Punktverlust aus der vergangenen Woche wieder einigermaßen ausgeglichen und man kann mit genügend Selbstvertrauen die nächste Reservemannschaft empfangen.
Das spektakulärste auf der Heimfahrt war noch das Endergebnis aus Leverkusen, so dass wir kurz nach Sechs wieder an der morgendlichen Sammelstelle ankamen und jeder den Abend auf seine Weise beendete...

Sonntag dann wieder ARSCH  HOCH  FÜR  CHEMIE, im AKS  wollen die nächsten Punkte eingefahren werden...



Chris


20.08.10   Chemie Leipzig - FSV 63 Luckenwalde   1:1


Neue Saison, neues Glück - altes Leiden?!

Fast 3 Monate sind ohne ein grün-weißes Pflichtspiel vergangen, nun also sollte es endlich wieder losgehen...
In der Sommerpause hatte sich so einiges getan: Namhafte Gegner gaben sich die Ehre, Spieler kamen und gingen, Vorstandsmitglieder klinkten sich aus - es wurde also nicht langweilig. Aber jeder weiß, dass ein Testspiel einem auch nicht annähernd den Kick gibt, den man durch Punkt- und Pokalspiele bekommt - so wie gestern, leider in positiver und negativer Hinsicht.

Bei herrlichem, fast schon zu warmem Wetter versammelten sich insgesamt 1430 Zuschauer im AKS - für einen Freitagabend und gegen einen unbekannten Gegner (immerhin 4ter in der abgelaufenen Saison der Nord-Staffel) eine ordentliche Zahl.
Und denen wurde von Beginn an spielerisch ansprechende Kost geboten, gleich 3 oder 4 Großchancen und die Führung für unsere Helden lagen in der Luft, allein das angesprochen Leiden zieht sich wie ein roter Faden von der letzten Saison über die Vorbereitungsspiele bis hin zur neuen Spielzeit - wir machen einfach zu wenig aus unseren Chancen. Man muss aber auch zugestehen, dass der Hüter der Gäste aus Brandenburg einige riesige Reflexe hatte und unsere Stürmer und die Fans schon in den ersten 30 Minuten der neuen Saison zum Verzweifeln brachten. Selbst die zu diesem Zeitpunkt hochverdiente Führung wirkte etwas glücklich, als Matthias "van der Vaart" von der Weth nach einem Freistoß aus dem Gewusel heraus einnetzte (34. Minute). 

Bis zur Pause dann ein Spiel in beide Richtungen, die Abwehr um Köcki stand aber sehr sicher und wurde jeder Lage Herr, so dass man mit der Hoffnung eine ebenso druckvolle zweite Hälfte die Führung verwaltete und mit in die Pause nahm. Leider bewahrheitete sich nach dieser mit zunehmender Spieldauer das alte Sprichwort "Wer stark anfängt, kann auch stark nachlassen".

Unsere Helden wirkten überhaupt nicht mehr spritzig und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel ohne zwingende Chancen auf beiden Seiten, ehe dann der vermeidbare Ausgleich für die Gäste fiel. Ein schneller Konter (lange Bälle waren schon von Spielbeginn eine Geheimwaffe der Luckenwalder) wurde fast mustergültig in der 72. Minute abgeschlossen und lies ein paar unentwegte Gäste jubeln. Dieses Gegentor hatte man sich selbst zuzuschreiben, auch wenn ein Leutzscher in diesem Moment am Boden lag.
Nach diesem Tor wurde das Spiel dann so zerfahren, dass sich sämtliche Emotionen hochkochten, nur 60 Sekunden nach dem Ausgleich dezimierten sich die Gäste selbst - der ab diesem Zeitpunkt ganz schwache Schiri zückte den roten Karton nach einem Foul auf Höhe der Mittellinie. Aus meiner Sicht nicht ganz unberechtigt, wenn auch reichlich übertrieben, ein "dunkelgelb" und eine letzte Verwarnung hätten dem Spiel eher gut getan.
Danach viele unglaubliche Entscheidungen, angefangen von fragwürdigen Einwurfentscheidungen, über rüde Fouls auf beiden Seiten, die man nicht ahndete und im Gegenzug kleine Nicklichkeiten, die sofort unterbunden wurden. Der Höhepunkt der Frechheit ein eindeutiges Handspiel eines Luckenwalders im eigenen Strafraum, welches zumindest der Linienrichte (ein gewisser Torsten Jauch aus Benshausen, bei dem Namen klingelt vielleicht noch bei einigen Chemikern) hätte sehen müssen.

Im Endeffekt bin ich davon überzeugt, dass wir die Punkte nicht durch den Schiri eingebüßt haben - da sind wir schon selber schuld. Aber er hatte einen Anteil an der Unruhe, die dann auf dem Feld und den Rängen Einkehr hielt.
Und trotzdem ist es NICHT zu entschuldigen, dass einige Leute plötzlich auf dem Feld stehen und im laufenden (!) Spiel fast zur Lynchung ansetzen - das geht einfach mal gar nicht.
Nach dem nicht nachzuvollziehenden überpünktlichen Abpfiff wollten dann etwa 200 Chemiker so schnell wie möglich ihr am Eingang abgegebenes Hirn wiederholen und nebenbei den Schiri zum Tanz bitten - das unrühmliche i-Tüpfelchen auf eine Aktion, die uns wieder reichlich negative Presse und einige Taler Strafe einbringen dürfte. Ganz zu schweigen davon, dass die Spieler dann nicht mal ihren trotzdem verdienten Applaus bekommen, lediglich eine handvoll Leute war noch auf dem Norddamm anwesend um abzuklatschen...

Nun muss man wieder einmal erst zur Ruhe kommen und sehen, was die Saison bringt, eins von 30 Spielen ist absolviert und wir haben den ersten Punkt gegen eine Mannschaft geholt, die wahrscheinlich keine Schießbude der Liga sein wird.
In diesem Sinne, nächste Woche auf nach Aue zur Reserve des Zweitligaaufsteigers und dort volle Punkte holen...

An das Lynchkommando: IHR MACHT KAPUTT, WAS ANDERE MÜHSAM AUFBAUEN !!! Vielleicht sollte man darüber mal nachdenken...

Chris

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